Alle hier präsentierten Texte dienen ausschließlich der persönlichen Information. Sie stellen keine Beratung in Gesundheitsfragen dar und können diese in keinster Weise ersetzen. Suchen Sie daher bei Verdacht auf eine Erkrankung immer unverzüglich Ihren Arzt auf.

 

Vorbereitungen, an die manche vor einer OP nicht denken

Fällt euch also was dazu ein? Postet auf Facebook oder kommentiert/antwortet entsprechend, wenn ihr etwas ergänzen möchtet :) Schreibt mich dort an oder via E-Mail, oder auch in der Gruppe

Unsere OP-Vorbereitung haben wir an mancher Stelle Hinweisbild, hier ist ein Link hier in einer Videoplaylist auf unserem Facebookauftritt in Bild und "Aufgabe" umgesetzt.
Foto, wie die Playlist der Filme sich auf Facebook darstellt

Schaut mal, wir haben da eine Aufgabe zu erfüllen. Und allein können wir das gar nicht. Meine Wenigkeit hat nun schon soooooo viele Beispiele gebracht in Bild, Ton, Schauspiel, Tatsachenbericht und dankbar auch einiges an Fotomaterial angenommen, verarbeitet... Auch ganz schön viel Erkläradmine gepielt und Dr. Lunatine-Lunatummalzie-MorbusKienböckLunatumnekroseBürokratie der Selbsthilfe "gespielt" - woanders nennt man diese Funktion auch Dr. Sommer. *fg* Nein, also Rede und Antwort gestanden. (Einst war es mein Hand(y)papi, der wurde gelöchert wie noch nie, musst mir so viel zur LM erklären, das gab s fast nie. Hat er gut gemacht, seither mach ich's ebenso´, vorher schon und seither gleich noch viel, viel mehr... und darüber hinaus, genauso schaut s aus, hab ich so viele Fachkräfte schon mit Fragen gelöchert, damit ich sie anderen ebenso beantworten kann)

Na, so langsam wird es sicherlich langweilig, immer und häufig die Ansprechpartnerin in Aktion zu sehen. Wer zeigt uns denn mal die Technik, eine Hose einhändig, mal mit rechter, mal mit linker Hand über die Radler zu ziehen? Engagement war schon da, ganz ohne, wunderbar, doch mit Verlaub, so gelenkig sind manche nicht - also es gibt auch durchaus wesentlich ältere Menschen, die sicherlich - das ist das Alter ob mit Sport, Bewegung oder ... wer weiß - so gelenkig nicht mehr sind.

Welche Technik gibt es denn, den Haushalt so mal eben mit einem "Gipsklotz" wie ein Baby auf der Schulter tragend, Dauerübung der Finger nicht zu vergessen, eben schmeißend? Die Fenster, ach ich bitte euch, die paar Wochen, schei*** man drauf. Doch die Wäsche, am besten lebend im X. Stock ohne Fahrstuhl, die Waschmaschine im Keller und alleine lebend... Trockner nicht vorhanden, wie hängt man am besten mit nur einer Hand in dem Zeitraum die Wäsche auf? (Kann euch versichern, das geht)

Wie ist es denn ohne Spülmaschine? Pappgeschirr und Plastikbecher? Kochen, die schwere Pfanne in der anderen statt der Haupthand, der Topf, mal eben schibbelnd, kein Problem? (Ich kenne wen, der kann s euch zeigen, alles geht, doch wer vorübergehend damit konfrontiert ist, sitzt echt in einem Problem) Nicht jede/r wählt nun täglich Pizzaservice, MC-Home, Imbiss um die Ecke oder das Restaurant. Fertigfutter, naja mag gehen, eben in die Micro, den Backofen - wer holt s denn tollpatschig in heißem Zustand mit der einen Hand wieder raus?

(Worst Case: es ist bestimmt nicht die Hand, die ihr am meisten nutzt, die ihr in 50 % der Fälle und darüber hinaus mit LM in Verbindung bei einer OP noch in gutem Zustand findet ;-) - All das lässt sich üben ohne Frage...)

Habt ihr für all diese Alltäglichkeiten bildlich/schriftlich Tipps für uns parat?

Konservendose für Öffner, Wasser- und Getränkeflaschen, aber auch Tetrapacks ohne Drehdeckel sind herrliche Schimpfwortauslösende Herausforderungen.

Haare waschen und Föhnen ist auch so ne Sache. Da bietet sich Geduld an... a) damit der Fön nicht alles außer die Haare föhnt, b) die Rundbürste zwischen den Zähnen richtet auch nicht die Haare, der Ellenbogen ist dabei auch so unpassend und die Beine nicht so gelenkig, als die Bürste zwischen die Zehen geklemmt nun den Kopf erreichen würde... Und c) Fön und Rundbürste gleichzeitig mit der anderen bedienen funktioniert schon, jedoch wie häufig verfängt sich dann die Bürste in den Haaren und man fummelt Stunden daran rum, die Bürste wieder zu entknoten... Statt Haargummi diese Spangen - denkt dran, schief ist modern ;-)

Lockenwickler sind bestimmt ebenso wie die Bürste handlebar. Empfehlung: Dreadlocks für die ersten 4 Wochen oder Dauercappi :-)

Vorkochen und einfrieren ist ´ne Superidee. Aber auch Einkäufe grob vorher erledigt haben. Hosen mit Hosentasche und Gummizug sind gerade für OPs mit involviertem Beckenkamm Pflicht - so Fläschchen in der einzig freien Hand ist nämlich echt uncool. ;-)

Übung macht Sicherheit. Wenn man das muss, wird man automatisch kreativ. Und gerade pflegende Angehörige als selbst Betroffene können wirklich Probleme bekommen, wie sich das so rauskristallisiert. Vielleicht gibt es speziell dafür die ein oder andere Erfahrung oder Idee hier?

Puh, dann sind da noch die Einkäufe, alles mal so mit einer Hand, Autofahren geht nicht, Markt einige KM entfernt, Beckenkamm involviert, einseitiges Tragen schwerer Lasten definitiv verkehrt. Ausgerechnet jetzt sind nicht nur Lebensmittel-Einkaufszeit, Waschmittel und Badutensilien zusätzlich leer. Verwandte nicht zur Hand, TK-Fach auch noch leer. Jetzt hat die Diagnose länger gedauert, das Gehalt ins Krankengeld gewechselt, jeder Cent zählt. Taxi? zu Fuß? Risiko auf sich nehmen, der Beckenkamm wird an der Narbe überlastet, Wundheilungsstörungen oder gar platzende Narbe?

Vorbereitung ist alles zur OP. Und meistens, so muss man leider sagen, alles bedenken geht nicht...

Nun frage ich alle, was und wie könnte man sich Hilfe verschaffen? Wie trägt man nun die Einkäufe? Selbst der Laden um die Ecke wird auf einmal ziemlich weit. Treppen laufen im Grunde kein Problem, doch so 'ne volle Tasche kann zu einem werden. Und dann mal kurz nicht aufgepasst, da rutscht was, Macht der Gewohnheit, die operierte Hand zuckt hin und greift zu...soweit sie kann - gut ist ein solcher Faut-Pas sicherlich nicht. Wie man sich vorstellen kann. Frisch verheilt, alles läuft super, Bewegung kommt zurück, einmal falsch die Hand eingesetzt "Hallo Herr Doktor" - auch schon vorgekommen, hat die frisch verheilte Teilfusion mal eben knack gemacht. Alles nochmal von vorn. Einen Freiflug, auf der Bananenschale, den kennt jede/r. Frisch gewischt, nicht mitgekriegt, kommt die Person mit ihrer operierten Hand ums Eck. frisch gewischter Boden und falsches Schuhwerk - man denke an Schnürsenkel und eine Hand - *plumps* Instinkte lassen Gute die Hand bestimmt hochziehen (ich habe einen solchen Instinkt, alles blau, aber der Hand geht s wenigstens gut ;-) ) aber nicht jede/r reagiert so schnell. Also aufgepasst, welch schöne Gefahren nach so einer OP sonst nie auffallen und plötzlich sind sie da.

Ach, ich bin etwas "negativ" heute, natürlich passiert das alles nicht. - leider doch - .Man steigert sich hinein, bloß nichts vergessen, alles beachten und gerade dann passiert Unvorhergesehenes.

Unser Lunatum als Cartoon mit Armen und Beinen dargestellt, hat just beim schweren Heben die eigene Belastungsgrenze mal wieder vergessen. So landet die Hantel, die eher als Langhantel bei Gewichthebern somit das Größenmaß einer Hantel zum Knochen ansatzweise beibehalten, auf dem Kopf unseres Lunatinchen. Sternchen und Vöglein kreisen somit auf dem Kopf Lunatinchens und der ungewollte Spagat samt blauem Auge blieb ihm/ihr auch nicht erspart. Statt zu helfen krümmt sich Sehnenscheidi im Hintergrund auf Lunatinchen zeigend vor Lachen und quetscht dabei gleich noch die Sehnen so sehr, dass die ganze Hand - bei uns auch Hand(y) im Cartoon benannt - nun wohl weh tun wird. Spaßig dargestellt also, dass unser Lunatum wenn wir zuviel tun oder heben mit der Hand, natürlich nicht nur die Hand äußerlich was tut, sondern auch Knochen, Sehnen, Gewebe. Und So erklärt sich auch Lunatis Gedankengang in dem Cartoon, der besagt, es wären wohl 3 Kg zu viel. Beschriftet ist die bildliche Darstellung mit den Worten als Mahnung: Weniger ist manchmal mehr, langsam & stetig bitte sehr! Welche Tipps sind also die Besten, was haben wir bisher vergessen? Wie kann man vorbeugen? Wozu hättet ihr gerne Tipps?

Inzwischen gibt es ja viele Supermärkte, die liefern... oder so Nachbarschaftshilfevereine oder ähnliche Sachen von der Kirchengemeinde, die eben so etwas für Menschen erledigen, die gerade selber nicht können - aus welchen Gründen auch immer. Im Zweifelsfall noch Post-OP beim Sozialdienst des Krankenhauses melden, die sollten wissen, was da möglich ist. Oder bei Internetportalen für Hilfe gegen Hilfe, falls das Geld gerade wirklich knapp ist, nachfragen - nach dem Motto "Du bringst mir meine Einkäufe, dafür pass ich im nächsten Urlaub auf Pflanzen oder Tiere auf, bringe Dir Umgang mit Internet oder Email bei oder sonst was. Oder bei der Krankenkasse nachfragen, ob die in solchen Fällen postoperative Betreuung anbieten in Form von Haushaltshilfe oder so.
Ja, auf dem Land gibt es dann sowas wie Ehrenamtliche der Kirchengemeinden oder Landfrauenverein. Und ich finde es auch nach einer harten Krise spannend zu sehen, welche Freundschaften das gut überstanden haben.

Ich hatte vorhin schon mal eine Antwort getippt, aber die hatte Facebook gefressen.

Mir fällt da noch ein, dass man ja auch die Nachbarn fragen kann, ob die einem zumindest schwere Sachen mitbringen können, wenn man alleinstehend ist... die fahren ja oft eh mindestens einmal die Woche einkaufen und es wäre somit noch nicht mal ein großer Umweg. Oder vielleicht gibt es in der Nachbarschaft noch Kiddies, die sich freuen, wenn sie das Taschengeld ein wenig aufbessern können, indem sie etwas vom Markt besorgen. Aber der Grundsatz "mehr als Nein kann ja nicht passieren" kann auf jeden Fall helfen.

Ansonsten trage ich fast alles im Rucksack, hab ja kein Auto. Da wiegen sie Sachen fast nix, im Zweifelsfall haben die meisten Supermärkte eine Einpacktheke hinter den Kassen oder einen Batteriesammelcontainer, da kann man den Rucksack drauf stellen, langsam einpacken und dann ohne Belastung der Hand reinschlüpfen. Oder eben da jemanden fragen ob einem den jemand anreichen kann wegen handgesundheitlicher Probleme. Denke da sind auch viele kooperativ.

In Vororten sind oft in der Kirche ehrenamtliche oder es gibt den Landfrauenverein oder so. Da kriegt man oft Hilfe. Oder Menschen aus der Straße fragen, die meisten gehen ja Minimum einmal in der Woche einkaufen und sind bereit einem gerade schwere Sachen einmal zu bringen. Oder das 12 jährige Nachbarskind, das sich freut, wenn es sein Taschengeld aufbessern kann indem es einem was vom Markt holen kann. Aber ja, das ist so, dass man in schwierigen Phasen merkt, wer Freunde sind und wie viele bleiben, wenn sich der Lebensstandard verschlechtert.

Das sind schon super Tipps, vielen Dank :-) Die Hilfsangebote an manch offizieller Stelle lassen sich so einiges Erfahrungsgemäß ganz gut bezahlen. Allein die Fahrten zum Arzt muss man nicht selten allein tragen... Bringt durchaus zum Nachdenken. Gerade Vororte sind in solch Situationen ein schlechter Wohnort. Doch deshalb zieht man ja auch nicht gleich um. Sehr schade ist, dass so manche gerade in solchen Notlagen merken und feststellen müssen, wie viel Egoismus im Freundes- und/oder Familienkreis vorhanden ist. - da bekommt "raus aus der Isolation" als Flyer der Selbsthilfe so manches Gesicht....

Hat jedoch auch gute Seiten: je wichtiger die, die auch dann hinter einem stehen. Manchmal ist s auch so, dass Beruf, Umzug etc. viele Freundschaften vernachlässigen und auf der Strecke bleiben lässt. So ist das schnelllebige dann nicht selten, wie schon in manchen Texten beschrieben "... Des besten Freundes ... übersieht/übersehen... " manchmal nicht böse gemeint und dennoch ein Keil in einer Freundschaft z. B. Aber du hast Recht, eigentlich "nur" fragen, etwas "dreist freundlich" sein, was sich viele heutzutage gar nicht trauen. So hatte ich vor einiger Zeit einer älteren Dame die Einkäufe ein Stück weit abgenommen, obwohl ich selbst nicht ganz fit war, die hat sich richtig gefreut. Mal ehrlich: x Leute, top fit in gleicher Richtung unterwegs... Machen die wenigsten freiwillig... Schon traurig irgendwie. Aber zu LM-Zeiten hab ich auch stumpf mal gefragt, wenn gerade jemand greifbar war und ich allein grad was nicht aufbekam oder was zu schwer wurde oder, oder, oder. Und mehr als ein "nein" kann ja eigentlich nicht passieren ;-)

Soooo, neue Tipps und Tricks bidde, immer schön hineinversetzen, wenn auch noch die Hüfte zwecks Beckenkamm involviert ist.. Trainierte Haustiere (vielleicht habt ihr einen Hamster, der euch beim reinbringen der Einkäufe hilft oder andere Tiere...)

Wir können nun auch noch die gerade heilenden ein wenig beschäftigen, dass sie sich nicht langweilen.

Passt auf, also, ihr habt alle eure Lieblingslieder - nun münzt den Text auf die Lunatummalazie oder eure Handerkrankung um - dabei könnt ihr auch gleich etwas mit der anderen Hand Schreiben lernen :) (Oder die einfachere Variante: Laptop, Netbook, Handy... ) Wer ist der/die kreativste Songumschreiberin? Vielleicht haben ja auch nichtbetroffene gerade kreative "Schreib meinen Song um"-Ideen und heitern alle ein wenig auf?

Na, Bildlich machen und vortragen ist auch kein Problem, nehmen wir auch :)

Mehr dazu nach einer kurzen PR- Pause,  PR = Public Relations da Werbung nicht erlaubt ist in der Selbsthilfe, darüber schmunzelt man eben manchmal etwas und somit haben wir einen kleinen Workaround geschaffen, also einen Umweg auch auf mögliche Hilfsmittel hinzuweisen. Etwas kindlich kommt also die Tube Salbe daher, ebenso wie Lunatinchen Beine bekommen hat, haben es Hilfsmittel und Medikamente dann eben auch. Lunatinchen lehnt sich also auf das große Schild mit der Beginnaufschrift im Hintergrund der Vorstellung, schon etwas farblich angelaufen und definitiv krank und möde wirkend, während sich ein 'Geschwisterknochen' - hier stellvertretend für Angehörige, manch Ärzte, Freunde und Bekannte - fragt sich in Gedanken 'Helfen, aber wie?' und tröstend den Arm auf die Schulter bzw. Lunatinchens Kopf legt. Die Fülle an Informationen aus regulärer Werbung aber auch verschiedener Informationsquellen besagt nämlich ebenso kontrovers was zu tun ist. Hier stellt sich die Salbe als Allheilmittel vor, dort das Medikament und aus der Ecke ruft man noch, die Ernährung und deren Ergänzung ist wesentlich und natürlich an allem schuld. Als seriöse Selbsthilfe jedoch und wohl erprobt ist der beste Rat, sich ausgewogen eh zu ernähren, Post-OP zwar die Medikamente in Form von Tropfen oder Tabletten gegen die Schmerzen anfangs zu nehmen, schnellstmöglich jedoch auf Salben umzusteigen. Vorteil daran, der Körper gewöhnt sich nicht zu sehr an die Medikamente und nimmt Salben auch eher an. Abhängigkeiten ist vorgebeugt, mal etwas die Zähne zusammenbeißen, kühlen, hochlegen und hochhalten während der Übungspause und nicht beim kleinsten Ziehen schon sofort zum Medikament auch greifen. Somit stellt sich die Tablettenschachtel angebrochen mit den Worten in unserem Cartoon auch vor: 'Ich helfe!' und die Tube sitzt gemütlich auf ihrem Deckelchen, schlägt die Beinchen übereinander und fragt verführerisch: 'Ist es nicht herrlich, wenn man beruhigt schlafen kann?' stellvertretend für eine Menge an Medikamentenwerbung, die vielversprechend ist und Angehörige und viele Außenstehende sehen und dich zusätzlich noch fragen 'Sag, hast du das neueste Medikament gesehen? Das verspricht doch wirklich viel! Und jenes rein naturbelassen, sollte dir sicherlich auch gut tun' Es ist nicht wichtig, was ein Medikament oder eine Ergänzung verspricht, es ist wesentlich, dass man dadurch auch wirklich Linderung verspührt, da hilft es nicht nun jedem Glauben zu schenken und quer durch die Apotheke zu probieren. Faustregel bei Lunatummalazie: 2 Wochen leichte Schmerzen, vielleicht mal etwas mehr bei neu Erlerntem nach 3 Monaten Post-OP sind OK, auch mal eine Tablette, wenn es gar nicht geht. Ansonsten ist die Salbe Richtwert und hilft diese nicht in dieser Zeit, wartet wohl der Arzt zur Kontrolle und verordnet Richtigkeit: nämlich was wirklich helfen wird und ihr geht auf Sicherheit.

Und ich denke, manche lachen nun darüber, manche denken nun an ihre Zeit zurück und freuen sich, dass sie s schon hinter sich haben, andere staunen etwas, was Online-Selbsthilfe alles so (machen) kann, wenn sie manch Regelwerk schlichtweg ignoriert und wiederum anderen wird ein Licht aufgehen, wie dumm so ein Regelwerk schon sein kann.

Da frage ich mal: Was gefällt denn besser? Text, Text, Text, Text ohne Vorstellungsvermögen? Oder vielleicht doch ein kleiner bunter Mix aus allem? Mal ein paar Cartoons und Minischerze oder doch das ernste Fachchinesisch als Selbsthilfe "getarnt" mit "Ich-brauche-einen-Übersetzer"-Faktor? oha, überspitzter Ansatz und doch denke ich, gar nicht mal so schlecht dargestellt. Sich ergänzen macht denke ich jedenfalls mehr Sinn. Und "schnacken und quatschen", Fragen stellen, etc. kann man ja trotzdem :)

*Im Hürdenlauf, über tausend Bürokratiewälzer, macht Lunatummalazie doch gar keinen Spaß...*

Der Lunatummalazie Anfängerhürdernlauf, so ist die Crashdarstellung unseres Lunatinchens  als Cartoon auf einer leicht verwinkelten Hürdenlaufstrecke ausgeschrieben. Start des Hürdenlaufs und somit Beschriftung der Startflagge am Seitenrand etwas wie eine Klappe zum Film 'Der Sturzflug im Hürdenlauf' dargestellt und die Startblöckchen noch zu sehen: Handschmerzen. Erste Hürde schafft unser Lunatinchen in der Regel ohne Probleme, denn geröntgt wird freilich mit als erstes, daher ist die Hürde auch mit 'Röntgen' beschrieben. Zwar eine kleine Hürde folgt, doch für unser Lunatinchen leider ein erster oft schwer zu überwindender Riese von Hürde. weshalb Lunatinchen lang unter der Hürde liegt, sich den Kopf hält, die andere Hand mit Bandage/Verband von sich streckt und schon wieder Sternchen sieht. Die Aufschrift der Hürde lautet 'Lunatummalazie-Früherkennung'. Da ein einfacher Hürdenlauf jedoch viel zu einfach wäre, ist unser gleich als verwinkeltes hin- und her ausgemacht und Doppeldeutig, denn die nächste Hürde im Lauf hie&slig;e MRT und hei&slig;t eigentlich auch Ziel. Doch der Pfeil, der verborgene, schickt aus dem vermeintlichen Ziel das Lunatinchen auch noch wieder mit der Diagnose 'Lunatummalazie zur grö&slig;ten Hürde zurück, an der das nächste Fähnchen hervorprangert mit der Aufschrift 'GDB'. Warum das Ganze? Entweder das eine oder das andere lässt ein Lunatinchen leider oftmals stürzen: Die zu späte Diagnose oder der viel zu niedrige Grad der Behinderung... Vorausgesetzt, auf die Behinderung mit Lunatummalazie und die Berechtigung, diesen Grad zu beantragen, wird überhaupt hingewiesen.  '*träller* Im Hürdenlauf, über etliche Regelungen... höher können Vorurteilshürden häufig gar nicht sein... mangelnde Aufklärung hält die Vorurteile am Leben, doch das, na das muss doch gar nicht sein! *träller* *sing* It could be so easy, it could be so nice...' so der Erzähler im Cartoon, der die nächste Strecke des Hürdenlaufes darstellt: Schon am Kopf verbunden und mit Tränchen in den Augen reibt sich Lunatinchen nach dem ersten Sturz noch eine Träne aus dem Auge und hält einen Staffellaufstab mit der verbundenen/bandagierten Hand hoch. Es Fragt ein anderes Lunatinchen, das auch Bandagiert ist und sich bereits mit Sprungfedern für die immer größer zu werden scheinenden Hürden bewaffnet hat 'Hilfst Du aus?' Und dies Lunatinchen antwortet lächelnd, schon nach dem Staffelstab greifend: 'Klar! Gemeinsam schaffen wir das!' und somit geht der Hürdenlauf mit den Hürden 'Bürokratie Lunatummalazie' als neuer Start, 'OP/Konservatives/Therapien/Vorbereitungen/Nachsorge/Tipps/Gewöhnung/Tricks' weiter und endet im Ziel mit der Aufschrift ' guter Alltag & möglichst schmerzfrei'. Ein klarer Hinweis also auf Sinn und Zweck von Selbsthilfe, sich gegenseitig mit Erfahrungen, Ideen, Wissen und Fragen unterstützen, für einander da sein, zuhören, mal Dampf ablassen... Nur Gemeinsam ist man stark, allein bleibt man irgendwann im Wirrwarr unter einer Hürde traurig liegen und kommt einfach mal an die Grenzen.

Nun habe ich gestern noch 2 Veranstaltungen eingestellt, weitere werden noch kommen, aber die Gesundheitsvorträge - jedenfalls die, die hier bisher zur Info eingestellt werden/wurden - gehen komplett in die Sommerpause und starten dann im September wieder mit neuen Themen. Sinnvoll, stehen auch bei vielen die Sommerferien ins Haus und der Urlaub mit Familie vor der Tür. Anderen stehen wiederum neue OPs, die erste oder auch Folge-OPs bevor. Das ist ja immer unabhängig von Saison, Feiertagen oder anderem - da stellt man sich die Frage: Bewundernswert oder eher traurig/hart, ein Job im Gesundheitswesen jeglicher Art ebenso wie "ein Patientenjob"?

Manche beginnen ihren Staffellauf mit der Diagnosephase - hü hott, hott hü, wie entscheidet man sich nun? Aus Sicht vieler denkt man: Jaja, das ist doch nur eine OP.

Und das Umfeld? Vorbereitungen auf die OP, Arbeitsunfähigkeit ggf. bis hin zu Krankengeld, viel Gesundheitsbürokratie. Manch eine Freundschaft zerbricht vielleicht daran, weil Freund oder Freundin kein Verständnis für Situation und auch manch schlechter Laune aufbringen kann. Belastung für Familie ebenso, man sieht Sorgenfalten, wie alles bewältigt werden kann. Der/die eine gerade am Anfang des Berufes, vielleicht sogar noch im Studium. Der die andere mitten drin - passt ein Ergebnis der OP noch in mein Leben? Wie kann ich den Lebensunterhalt bestreiten? Ggf. auch kranke Angehörige, die eine Zeit lang auf die Hilfe verzichten müssen, vielleicht sogar nach einer OP ebenso dauerhaft - je nach "gutem Entschluss" der Therapieform.

Es gibt sehr viel schon vorab zu bedenken oder auch manches, zu viel des Guten, denn der/die ein oder andere denkt nur "Im schlimmsten Fall" während der/die andere nur "im positivsten Resultat" weiterdenkt. Die beste Einstellung lasst euch sagen: Beide Varianten grob durchspielen, Informationen einholen "Was wäre wenn" aber nicht mit Ergebnissen Utopia gut oder Utopia schlecht rechnen. Der Mittelweg birgt beim Resultat weder zu viel Enttäuschung noch überschwängliche Prognose.

Besser sehr optimistisch sich später des Ergebnisses freuen, jeden kleinen Fortschrittes, manch Überraschung in der Situation mitnehmend und sicher auch manch kleiner Rückschritt, denn himmelhoch jauchzend - das kann nur Schmerzfreiheit geben und Maximum an Bewegung.. manch einer lernte schon in der Schule: Mini-Max-Prinzip wird es nicht geben. Was das nun heißt ist schnell klar gemacht, man kann nicht mit einem Minimum an Einsatz den größten, sondern nur den größten möglichen Erfolg erwirtschaften, der dem Einsatz entspricht und umgekehrt kann mit dem größten Einsatz kein utopisches Ergebnis erwirtschaften.

Soll heißen, eine Bewegungseinschränkung, die ggf. bereits seit 10 Jahren vorliegt, wird sicherlich nicht in 2 Wochen auch mit einer Endo Prothese zu einer Top Bewegung und gleichzeitig einer Belastung führen können, die jemanden in den Kraftsportbereich an die Spitze des Gewichthebens bringen kann. Und ein 3b-Stadium als Grundlage zur OP wird niemals eine OP erfolgreich haben, die das Lunatum wie in Stadium 1 mit Implantat des os pisiform wieder aufleben lässt.

Kurzum: Egal wie viel Vorbereitung jeder einzelne Mensch hineinbringt, er/sie wird das Ergebnis nur mit eigenem Fleiß, Optimismus "das wird gut gehen und ich halte mich ran" und im Team mit vielerlei Gesundheitswesen und Bürokratie bestreiten können. Auf eigene Faust hingegen, "es ist mir egal, ob ich das Handgelenk ruhig halten soll, ich bewege trotzdem, weil es für mich besser ist" "Belastung? ein Stift ist doch keine Belastung, auch wenn es weh tut" und erwarten, dass Schmerzfreiheit und dadurch mehr Bewegung eintreten wird, wäre Utopie, das Gegenteil der nächsten OP wäre dann eher der Fall.