Alle hier präsentierten Texte dienen ausschließlich der persönlichen Information. Sie stellen keine Beratung in Gesundheitsfragen dar und können diese in keinster Weise ersetzen. Suchen Sie daher bei Verdacht auf eine Erkrankung immer unverzüglich Ihren Arzt auf.

 

Anatomie Hand und Handgelenk

Bevor wir zum Aufbau der Hand und allem kommen, was mit der Hand zu tun hat, zunächst einmal eine kleine Aufklärung zum Aufbau der Gelenke und den unterschiedlichen Gelenkarten. Damit erklärt sich dann auch, warum die Hand und der Fuß zu den aufwendigsten und kompliziertesten Gelenken im menschlichen Körper gehört.
Mal davon abgesehen, schaut man sich beide Gelenke, also Hand und Fuß an: die Knochen darin gehören zu den Kleinsten und am Umfangreichsten in Punkto Bewegung und Belastung.

schematische Skizze: Scharniergelenk, ebenes Gelenk, Kugelgelnk und Eigelenk

In der obersten Abbildung (alles eigene Zeichnungen und am PC nachbeartbeitet! Die Texte frei zusammengefasst und formuliert!) seht ihr das sogenannte Scharniergelenk. Dieses Gelenk lässt sich in 2 Ebenen bewegen und befindet sich z. B. im Ellenbogen. In 2 Ebenen bedeutet - wie in der Skizze durch die Pfeile angedeutet, bis zum Anschlag, ähnlich wie bei einer Tür.

Beim ebenen Gelenk, welches sich in der Regel in der Wirbelsäule, nicht als Wirbel, sondern als eine Art Zwischenwirbelgelenk befindet, läßt sich theoretisch komplett um die eigene Achse drehen - Bitte nicht ausprobieren, es gibt durchaus Grenzen!... Durch diese Gelnkart in der Wirbelsäle ist somit die Drehung als solches überhaupt erst müglich.

Als nächstes folgt das sogenannte Kugelgelnk. Dieses entspricht auch der Aussage "ein Gelenk ausgekugelt zu haben". Das Kugelgelenk ist an vielen Stellen des Skelettes angesiedelt. Als ein Beispiel zur besseren Vorstellung ist das Gelenk in der Schulter. Diese lässt sich zusammen mit der Wirbelsäule quasi nach vorne einrollen und wieder ausrollen. Bedeutet: es ist schematisch sowohl um die eigene Achse drehbar als auch innerhalb der Ebene (vergleich ebenes Gelenk als auch wie beim Scharniergelenk bis zum Anschlag der Kuppe des Gegenparts. Als Beispiele gelten hierfür Hüfte und wie bereits genannt Schulter.

Beim Eigelenk, die letzte Skizze in dieser Grafik,ist die Bewegung zwar vergleichbar mit dem Kugelgelenk, jedoch zu einer Seite, der, wo die Kannte des Gegenpols höher ist, dem Kugelgelenk genüber eingeschränkt. Als Beispiel schaut euch die Bewegung des Daumens an.

Gelenkaufbau:Gelenkinnenhaut, Knorpel, Gelenkkapsel als schematischer Grundaufbau jedes GelenkesJedes Gelenk, unabhängig der Gelenkart ist durch den Gelenkknorpelan den Enden geschützt. Wenn man nun wieder auf die Gelenkarten schaut ist dieser als dunkle Teilbereiche angedeutet. In der folgenden Grafik wird gezeigt, das sich das Gelenk als solches durch die Gelenkinnenhaut zunächst zusammenhält. Ebenso als quasi Doppelschutzfunktion im weiteren Sinne ist das Gelenk von der Gelenkkapsel umgeben. Beides kann man sich ähnlich einem Gummiband vorstellen, das die Knochen beim Bewegen aufeinander abgestimmt wieder in "Grundstellung" bringen kann. Natürlich ist das hauptsächliche Gummiband der Muskel bzw. die Muskeln und Sehnen, aber so kann man sich das einfacher vorstellen. Im inneren der Gelenkkapsel gibt es die Gelenkflüssigkeit oder auch Gelenkschmiere.

Muskelaufbau von Schulter bis hin zur Fingerspitze Wie weiter oben bereits erklärt, sind die Muskeln für die Bewegung notwendig. Durch Beugen und Strecken, sind unterschiedliche Bewegungen möglich. Sie sind für in punkto Hand/Arm zum heben leichter Gegenstände ebenso wichtig wie für schwere Gegenstände. Muskeln sind mit den entsprechenden Sehnen an den Enden mit den Gelenken verbunden. Ausgelöst durch sogenannte Dehnungsreize erhalten sie Impulse vom Gehirn und Nervensystem. Also werden durch Muskeln somit die Bewegungen gesteuert. Sie machen rund 40 Prozent des Körpergewichtes aus. (Zitat aus Atlas der Anatomie von Dr. Barbara Weitz, Buch Nr. 04793, erschienen im Club Bertelsmann - Wann auch immer, nicht angegeben - S.11)"Verschiedene Muskelfasern werden durch Bindegewebe zu bündeln zusammengefasst, so dass jeder Muskel aus zahlreichen Faserbündeln besteht. Die äußere Hülle bildet bei den meisten Muskeln eine derbe Haut, die sogenannte Faszie. Diese Haut trennt die verschiedenen Muskelgruppen voneinander und ermöglicht, daß sie sich unabhängig voneinander bewegen können."
Wie sind diese aufgebaut und warum bilden sich Muskeln langsam auf und ganz schnell wieder ab? (In punkto Ruhigstellungen einzelner Körperpartien z. B. oder durch längeres Liegen z. B. im Krankenhaus sehr schnell zu beobachten und bemerken) Muskeln als solches sind ähnlich einem Energiespeicher. Sie speichern Kreatinphosphat, Kohlenhydrahte, Fette oder Eiweiße. Um Muskeln also aufzubauen, muss überschüssiges Fett abgebaut werden. Durch die Nahrungszufuhrlagern sich unnötige Fette ein. Während einer Ruhigstellung einzelner Partien werden die Muskeln an dieser Stelle nicht beansprucht und bilden sich zurück. Lagern also sehr vereinfacht dargestellt "unnötige Fette" nicht nur in der Muskulatur als solches, sondern auch im Bindegewebe ein. Die Muskeln wachsen und verkleinern sich somit durch ihre Belastung und die entsprechende Energiezufuhr über die Ernährung. Wenn Muskeln sich neu bilden sollen, so ist es sinnvoll, an die Grenzen zu gehen, aber langsam und nicht stetig im Übermaß darüber hinaus, sonst nehmen diese die Aktivitäten durch sehr starken Muskelkater oder gar Schäden im Muskelgewebe übel. (Nicht ausschließlich auf die Hand bezogen: Stretching, langsames Warmmachen zum Sport sind nicht nur für Muskeln gesundheitsfördernd und Verletzungsvorbeugend!)
Nach einer OP am Knochen kann man sich somit vorstellen, dass Muskeln ggf. in einem "Minigelenk" wie dem Handgelenk stark beansprucht wurden und sich in der Ruhigstellungsphase extrem zurückgebildet haben... Dementsprechend sind die ersten Bewegungen (nicht nur auf die Muskulatur bezogen...) schmerzhafter als mit der Gewöhnung an neue alte Bewegungen. Das Risiko einer Handop oder einer Fußop ist also unwesentlich höher, umliegendes Gewebe etc. zu verletzen, weshalb es dafü meist ein Team aus Handchirurg, Gefäßchirurgie gibt. (Gefäßchirurg: spezialisiert auf Venen, Arterien u. ä. Gefäßen, zu denen wir noch kommen werden. Um die wichtigsten eines OP-Teams zu nennen...! - plastische Chirurgen mit der Zusatzausbildung als Handchirurg sind wiederum auf die Widerherstellung spezialisiert, können somit ggf. entsprechende OPs ohne weitere Spezialisten im Team durchführen... - Daher ist bei LM das Aufsuchen eines Handchirurgen wichtig!)

Um an die feinen Knochen des Handgelenkes, also in erster Linie das Lunatum zu kommen, kann man davon ausgehen, dass das Halteband der Strecksehnen - der helle Bereich bei den Punkten durchtrennt werden muss...(?)

1. grobe Skizze des Handinnenlebens
Ihr könnt euch gern auch zur "Abschreckung" Videos auf youtube anschauen, die in erster Linie zur Fortbildung und Aufklärung von Ärzten gedacht sind. Wer natürlich betroffen ist, wird sich das nicht zwingend gern vor der OP anschauen wollen. Oder? Da ist doch eine kurze Auseinandersetzung im spaßigen Sinne mit der Lunatummalazie wesentlich interessanter? Aber auch die jenigen, die wirklich "nur einen Bruch" hatten sind gern und herzlich dazu eingeladen, wenn sie eine OP hatten, dies zu zeigen... Warum eigentlich nicht? Warum sprecht ihr nicht über die Einschränkungen im Alltag, oder zeigt die Bilder einer vollversteiften Hand? - Unter Challenge / Aufgabe seht ihr, wie s geht...

So, zurück zum Bild. "still in work"